





Spätestens seit dem Kinofilm "Findet Nemo"
ist der Clownfisch weltbekannt. Seinen Namen
trägt er wegen seiner orange-weiß-schwarzen Färbung.
Er wird aber auch Anemonenfisch genannt

Clownfische leben paarweise oder in kleinen Gruppen. Ihre See-Anemone, die ihnen Schutz bietet,
verteidigen sie heftig gegen Eindringlinge. Anemonen sehen zwar aus wie Pflanzen, sind aber Tiere.
Sie sind verwandt mit den Quallen und den Korallen. See-Anemonen und See-Nelken nennt man
wegen ihrer Ähnlichkeit auch Blumentiere. Sie besitzen viel Tentakeln über die sie giftige Stoffe
abgeben können, die andere Fische vertreiben oder gar töten.
Clownfische aber werden immun gegen diese Substanzen.





![]()
Clownfische kommen als Männchen zur Welt. Bei in Gruppen lebenden Clownfischen wird immer
das größte Tier zum Weibchen, das alle zwei Wochen etwa 500 Eier an Steinen ablegt.
Anschließend kümmert sich das Männchen um die Eier, bis sie nach einer Woche bis
10 Tagen schlüpfen. Nach dem Schlüpfen sind die jungen Clownfische ca. drei bis vier
Zentimeter groß und noch farblos. Erst nach einer Woche nehmen sie die typische Färbung an.
Sie leben zu dieser Zeit noch nicht mit Anemonen zusammen, da sie noch nicht gegen deren
Gift immun sind. Erst wenn sie groß sind suchen sie sich eine Anemone.

Ihre See-Anemone, die ihnen Schutz bietet, verteidigen sie heftig gegen Eindringlinge.

Belgische Forscher haben bei Clownfischen eine bisher unbekannte Art der Lauterzeugung entdeckt:
Durch schnelles Zusammenschlagen ihrer Backenzähne erzeugen die Fische Töne.
Mit einer Kombination aus Ton- sowie Hochgeschwindigkeitsvideoaufnahmen und Röntgenbildern
konnten die Wissenschaftler diese Geräusche, die sowohl bei der Balz als auch bei Kämpfen
ertönen, aufnehmen, berichten sie in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Science.
Die Töne bestehen aus Folgen von bis zu acht Einzelpulsen, die nur Sekundenbruchteile andauern.
Dass Clownfische Klickgeräusche zur Verteidigung ihres Reviers oder zur Balz von sich geben können,
war bereits seit 80 Jahren bekannt. Unklar war den Wissenschaftlern allerdings bislang, wie diese
Töne erzeugt werden. "Die Fische machen Geräusche, die so klingen, wie wenn jemand an eine
Türe klopft", meint der Wissenschaftler.

Clownfische jedoch sind immun gegen diese Substanzen und suchen Schutz zwischen den vielen
Tentakeln der Anemonen. Sie sind aber nicht von Anfang an unempfindlich gegen das
Anemonengift, sondern werden erst nach und nach immun, wenn sie heranwachsen.
Nur kranke und geschwächte Clownfische werden von der Anemone getötet und gefressen.
Clownfische nutzen sogar das Gift der Anemonen: Sie können es in die Schleimhaut ihres
Körpers aufnehmen. Dadurch können sie von den Anemonen nicht mehr als Beutetiere
wahrgenommen werden.
Die Anemone bietet dem Clownfisch Schutz vor Angreifern.
Umgekehrt verteidigt der Clownfisch "seine" Anemone aber auch vor Eindringlingen und
Feinden, liefert ihr durch seine Nahrungsreste außerdem ausreichend Futter und entfernt
Schmutz und Abfall von ihren Tentakeln.
Von diesem Zusammenleben - auch Symbiose genannt - haben also beide Tiere etwas.

Der Clownfisch kommt vom östlichen indischen Ozean bis in den Westpazifik vor.
Er lebt im Meer um Thailand, Indien, Malaysien, Australien, China, Indonesien, Japan, Philippinen
und im Rotem Meer.
|
Bitte nicht!
Auch wenn du noch so begeistert von "Findet Nemo" bist - laufe bitte nicht gleich in die nächste Zoohandlung und kaufe dir so einen Fisch!
|