Intelligent und verspielt:




Delfine sind außerordentlich gutmütige Tiere.
Ihr verspieltes Tummeln im Wasser hat ihnen
auch den Namen Tümmler eingetragen.

Delfine gehören zu den Waltieren. Sie sind also Säugetiere und keine Fische. Das heißt,
sie bringen lebende Junge zur Welt, die sie mit Milch säugen. Wie wir atmen sie mit den Lungen.
Sie müssen deshalb regelmäßig an die Wasseroberfläche kommen, um Luft zu holen.
Das Blasloch in ihrer Stirn dient ihnen dabei als "Nase".





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Delfine sind dem Leben im Wasser perfekt angepasst. Anders als die Fische haben sie eine
waagrechte Schwanzflosse, die Fluke. Damit sind sie, ähnlich einem Taucher mit
Schwimmflossen, äußerst beweglich.
Dank ihrer stromlinienförmigen Gestalt und ihrer besonders glatten Haut sind Delfine
ausgezeichnete Schwimmer.

Auf Nahrungssuche können sie mehrere hundert Meter tief tauchen und erbeuten selbst
schnellste Fische.
Unter Wasser orientieren sich Delfine mit Hilfe eines Echolots. Das heißt, sie senden
sehr hohe, für uns unhörbare Töne aus. Die Echos, die zu ihnen zurückkommen,
informieren sie genau über ihre Umgebung. Delfine erkennen so zum Beispiel Größe,
Entfernung und Geschwindigkeit eines angepeilten Fisches. Ja, sie können sogar feststellen
ob er genießbar ist oder nicht.


Delfine atmen bewusst und nicht ganz automatisch wie die Menschen. Wenn sie schlafen würden,
wie wir es tun, müssten sie ertrinken. Deshalb schläft bei den Delfinen immer nur eine
Hälfte des Gehirns, während die andere die Atmung kontrolliert.

Das Gehirn der Delfine ist besonders groß und hoch entwickelt. Daraus lässt sich schließen,
dass diese Tiere klug sind. Einige Wissenschaftler sind überzeugt, dass sich die Intelligenz
der Delfine durchaus mit der des Menschen messen kann, auch wenn für das Leben unter
Wasser eine andere Art von Verstand notwendig ist als an Land.


Seit jeher haben Delfine die Menschen fasziniert. Um die perfekten Schwimmer ranken sich viele
Geschichten. Von innigen Freundschaften zwischen Delfinen und Menschen ist die Rede oder
von der Rettung Schiffbrüchiger durch Delfine.
Wissenschaftler haben die Verständigung der klugen Tiere untereinander erforscht, und ihre
stromlinienförmige Gestalt und ihre Hautstruktur dient der Technik als Vorbild.
Ein amerikanischer Forscher hat sogar (erfolglos) versucht, den Delfinen die englische
Sprache beizubringen.
Trotz alles Bemühungen gibt es noch viele Geheimnisse um das Leben der Delfine.
Eines jedenfalls ist sicher: Delfine sind in jeder Beziehung außergewöhnliche Tiere.
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Delfinarien: Ein Vergnügen für die Zuseher - und für die Delfine?
Da Delfine so spielfreudig und intelligent sind, werden sie zu Stars von Fernsehserien, Zoos und Shows gemacht, Sie werden dressiert und zeigen in den Delfinarien begeisterten Zusehern ihre Kunststücke.
Auf ihren Reisen durchs Meer legen Delfine Hunderte von Kilometern zurück. Die Becken in den Delfinarien müssen ihnen dagegen eng wie ein Wasserglas vorkommen. Die Signale, die sie aussenden um sich zu orientieren, prallen von den Betonwänden des Beckens zurück. Das ist für Delfine etwa so, wie wenn wir in einem Raum voller Spiegel gesperrt würden.
Tatsächlich vertragen Delfine Einsamkeit und Gefangenschaft schlecht: Die Tiere sterben oft wesentlich früher als in Freiheit. Tierschützer verlangen deshalb die Schließung der Delfinarien. Wie Delfine sich füllen, ist ihnen kaum anzusehen. Sie scheinen auch dann noch zu lächeln, wenn sie längst nichts mehr zum lachen haben. |